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pte090814029 Auto/Verkehr, Handel/Dienstleistungen |
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Deutsche Autohersteller schielen nach Südostasien
Industrie pocht auf Freihandel - Hohe Wachstumsraten erwartet
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| Autoindustrie wittert Wachstumschancen in Südostasien (Foto: aboutpixel.de, yannick) |
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Frankfurt
(pte/14.08.2009/16:15) -
Die deutsche Automobilwirtschaft hat die ASEAN-Region als zukunftsträchtigen Absatzmarkt entdeckt. Um an den erwartet hohen Wachstumsraten partizipieren zu können, sind dem Verband der Automobilindustrie zufolge allerdings nach wie vor bestehende Handelshemmnisse zu beseitigen. Besonders gegenüber den japanischen Konzernen würden europäischen Herstellern in Südostasien Wettbewerbsnachteile zuteil. Sobald mit den nachfragestarken Märkten jedoch Freihandelsabkommen bestünden, könnten sich höhere Exporte oder ein Engagement in der Boomregion auch in Krisenzeiten bezahlt machen.
In der ASEAN-Region, einem Zusammenschluss von zehn Staaten mit mehr als 570 Mio. Einwohnern, stoßen europäische und US-amerikanische Autobauer teilweise auf Einfuhrzölle von bis zu 100 Prozent. Dank der Freihandelsabkommen und entsprechend niedrigerer Preise bedienen japanische Anbieter hingegen etwa in Thailand oder Indonesien mehr als 80 Prozent des Marktes. Dabei werden im ASEAN-Raum schon heute immerhin gut zwei Mio. Fahrzeuge produziert und abgesetzt. In den kommenden Jahren könnten die Wachstumsraten weiter klettern. Neben dem starken Nachholbedarf gegenüber den Industriestaaten und einer von jungen Konsumenten geprägten dynamischen Wirtschaftsentwicklung sei besonders das rasante Bevölkerungswachstum dafür ausschlaggebend.
Während die ASEAN-Region heute rund 60 Mio. mehr Einwohner aufweist als noch zur Jahrtausendwende, sind nach wie vor die wenigsten Verbraucher im Besitz eines Fahrzeugs. Auf 1.000 Einwohner kommen etwa in Vietnam nur sieben Autos, in Indonesien sind es 49, in Thailand 146. Nach Überwindung der Wirtschaftkrise könnten die Länder Südostasiens zudem wieder zu ihren gewohnt starken Wachstumsraten von sechs Prozent und mehr zurückkehren. Allerdings müssten sich die deutschen Hersteller bei einem Engagement vor Ort auf die spezifischen Bedingungen in den einzelnen Märkten einstellen. Gerade in der "Zweiradhochburg" Vietnam ortet die Industrie etwa nur Chancen im Billigstpreissegment. Zuletzt seien die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen jedoch ins Stocken geraten.
(Ende)
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