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"Euro 2012" kurbelt Polens Wirtschaft an
20 Mrd. Euro Investitionen - Kooperationspartner Ukraine im Verzug
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| Polen will Ausbau trotz Krise vorantreiben (Foto: uefa.com) |
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Warschau/Kiew
(pte/14.08.2009/13:55) -
Obwohl Polen mit dem Ausbau seiner Infrastruktur für die bevorstehende Fußball-EM 2012 relativ gut vorankommt, gerät die Ukraine zunehmend in Verzug. Beide Länder haben zusammen vor dem Ausbruch der Wirtschaftskrise ein Budget von mehr als 20 Mrd. Euro beschlossen. Trotzdem hegt der europäische Fußballverband (UEFA) http://www.uefa.com vor allem in Bezug auf die Ukraine große Zweifel daran, ob die geplanten Bauabschnitte einzuhalten sind. Polen liegt ersten Schätzungen zufolge dagegen drei Jahre vor dem Start gut im Plan. "Viele deutsche Unternehmen haben bereits in Polen Fuß gefasst. Das Wachstumspotenzial ist angesichts des Großevents riesig", sagt Polen-Kennerin Johanna Bäcker http://www.polen-experte.de gegenüber pressetext.
Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind für das größte der mittel- und osteuropäischen EU-Mitglieder enorm. Schließlich muss für den Ausbau der sechs Stadienprojekte fast die gesamte Infrastruktur neu aus dem Boden gestampft werden. "Vor allem der Ausbau des Autobahnnetzes ist spürbar. Dieser ist auch nötig, wenn die Besucher dann in Massen anreisen", so Bäcker im pressetext-Gespräch. Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass die zur "Euro 2012" erwarteten 60 Mio. Tagestouristen zu den Austragungsorten befördert werden können. Für den Bau von rund 1.000 Kilometern neuen Autobahnen sowie Schnellstraßen sind allein rund elf Mrd. Euro vorgesehen. Auch hat die polnische Staatsbahn PKP http://www.pkp.pl angekündigt, mehr als 1.000 Kilometer des maroden Streckennetzes zu sanieren - eine ambitionierte Zielstellung, meinen Branchenkenner.
Einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zufolge will die polnische Regierung in drei Jahren das Land von seiner besten Seite präsentieren. Aus diesem Grund sind auch alle Investitionen für das Sportereignis von den Einsparungen ausgenommen, die gegenwärtig im laufenden Haushalt vorgenommen werden. Politisch verkürzte Entscheidungsverfahren sollen den Ausbau möglichst mit wenig Bürokratie über die Bühne gehen lassen. Trotzdem werden sämtliche Aufträge an Privatunternehmer nur über öffentliche Zweckgesellschaften vergeben. Wegen ihres Know-hows mit der WM 2006 sind viele Unternehmen aus Deutschland an den Projekten beteiligt. Betriebswirtschaftlich rechnen sich Projekte währungsbedingt aber nicht.
Neben dem deutschen Architekturbüro JSK konnte sich auch der österreichische Baukonzern Alpine http://www.alpine.at als Generalunternehmer den Zuschlag für die Errichtung von drei Stadien in Warschau, Danzig sowie Posen sichern. Zudem sollen Arbeitsgemeinschaften mit polnischen Unternehmen geschlossen werden. Auch stehen die Chancen für sogenannte Sublieferanten gut, an Aufträge zu kommen. Schließlich steht im kommenden Sommer noch die Entscheidung aus, welche 16 Städte den Zuschlag für eine der Trainingsbasen erhalten. Den Bau der Sportanlagen will man sich rund sechs Mio. Euro kosten lassen. Der Ausbau von Hotels und Gastronomie schlägt sich mit fast 25 Mio. Euro Investitionsgeldern nieder.
(Ende)
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