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Faule Kredite: 150 US-Banken droht das Aus
Zahl der Grenzfälle hat sich mehr als verdoppelt

150 US-Banken droht die Pleite (Foto: aboutpixel.de, snapper)
New York (pte/14.08.2009/11:50) - Die Anzahl jener US-Banken, die aufgrund fauler Kredite mit dem Rücken zur Wand stehen, hat sich innerhalb des vergangenen Jahres mehr als verdoppelt. Insgesamt droht über 150 Banken wegen zu hoher Ausfälle die Pleite. Der zunehmende Zahlungsverzug bei Immobilien-Hypotheken und Verbraucherkreditkarten hat die Situation in den vergangenen zwölf Monaten verschärft. Dabei wurde die Kreditkartenblase von US-Finanzinstituten sogar selbst mit angeheizt (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090812008/). Die bedrohten Banken verfügen über faule Kredite in Höhe von fünf Prozent ihrer Bestände. Dieses Level reicht aus, um ihr Eigenkapital aufzufressen und ihr Überleben zu bedrohen.

Experten zufolge ist bei den Instituten bereits ab einem Niveau von drei Prozent fauler Kredite an ihren Beständen Besorgnis angebracht. Dies sei sogar bei knapp 300 US-Banken der Fall. Bei fünf Prozent liegt es den Regulierungsbehörden nahe, die Kreditgeber als unsicher einzustufen und einen instabilen Zustand zu attestieren, wie Bloomberg berichtet. Allein seit Jahresbeginn haben die Zahlungsausfälle von Unternehmen und Verbrauchern bereits 72 Häuser in die Pleite getrieben. Dabei stecken die Institute spätestens seit dem Platzen der Immobilienblase Mitte 2007 in der Krise. Die Zahl der Problembanken steige jedoch angesichts wachsender Arbeitslosenzahlen und weiterer Zahlungsversäumnisse - mehr Pleiten könnten folgen.

Raten von über fünf Prozent an faulen Krediten müssen allerdings nicht zwingend in den Konkurs führen. Banken halten für derartige Fälle häufig Reservepolster bereit, um Ausfälle abzufedern. Je besser das Verhältnis zwischen Eigenkapital und Gesamtbeständen, desto höher liegt ihre Überlebenschance. Zudem besteht die Möglichkeit, die Kredite weiterzuverkaufen, um sie aus den eigenen Büchern zu bringen, sollten dafür Käufer gefunden werden. Für eine nachhaltige Erholung sei jedoch ein stabiler Wirtschaftsaufschwung vordringlich. Die nach wie vor steigende Arbeitslosigkeit steht dem jüngsten Auswärtstrend entgegen. Ökonomen warnen bereits vor einem erneuten Abrutschen in die Rezession (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090813028/). (Ende)



Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Manuel Haglmüller
email: haglmueller@pressetext.com
Tel. +43-1-811-40-315

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