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pte090226017 Medien/Kommunikation, Unternehmen/Finanzen |
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San Francisco Chronicle vor dem Aus
Drastische Sparmaßnahmen sollen Verkauf oder Schließung verhindern
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| Der San Francisco Chronicle kämpft ums wirtschaftliche Überleben (Foto: sfgate.com) |
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San Francisco
(pte/26.02.2009/11:03) -
Die Krise am US-amerikanischen Zeitungsmarkt geht weiter. Nachdem gegen Ende des Vorjahres mit der Mediengruppe Tribune einer der größten Zeitungsverlage der USA Bankrott anmelden musste und auch so renommierte Blätter wie die New York Times finanzielle Probleme einräumten (pressetext berichtete: http://pte.at/pte.mc?pte=081211016), ist nun der San Fransico Chronicle http://www.sfgate.com an der Reihe. Wie der Eigentümer, die Hearst Corporation, wissen ließ, steht der Chronicle kurz vor dem endgültigen Aus. "Unser gemeinsames Ziel ist es zu überleben", erklären zwei Sprecher des Unternehmens auf der offiziellen Webseite. Ohne die Veränderungen, die man für die gesamte Organisation anstrebe, werde den Verantwortlichen aber nichts anderes übrig bleiben, als sich so schnell wie möglich auf die Suche nach einem Käufer zu begeben. Sollte diese Suche erfolglos bleiben, müsse die seit 145 Jahren bestehende Zeitung gänzlich eingestellt werden.
"Auch in Europa sind die zunehmenden Probleme in der Zeitungslandschaft nicht zu übersehen. Von einer ausgewachsenen Krise zu sprechen, wäre meiner Meinung aber noch zu früh", stellt Hannes Schopf, Sprecher des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ) http://voez.at, im Gespräch mit pressetext fest. Ausschlaggebend für die gegenwärtigen Probleme seien vor allem die allgemein schwache Wirtschaftslage und der damit zusammenhängende Einbruch im Werbegeschäft. "Während auf der einen Seite die Erlöse einbrechen, steigt auf der anderen Seite die Kostenbelastung für die Zeitungshäuser, weil Papierpreise und Personalkosten anziehen", erläutert Schopf. Diese Entwicklung führe dazu, dass letztendlich ein deutlich höherer Kostendruck auf den Unternehmen laste. "Diese Probleme werden sich im kommenden Jahr sicherlich noch fortsetzen. Die Jahre 2009 und 2010 werden vermutlich die schwierigsten seit langem für die Zeitungsbranche werden", meint Schopf.
Wie die Hearst Corporation in einem Statement auf der eigenen Homepage mitteilt, hat der Chronicle allein im Jahr 2008 einen Gesamtverlust von rund 50 Mio. Dollar erwirtschaftet. Die Zeitung habe in jedem Jahr seit 2001 kräftige Verluste eingefahren. "Wenn es uns nicht gelingt, in den nächsten paar Wochen kritische Kosteneinsparungsmaßnahmen durchzusetzen, sehen wir uns dazu gezwungen, die Zeitung zu verkaufen oder zu schließen", heißt es vom Unternehmen. Es seien drastische Kostensenkungen notwendig, um die "finanzielle Gesundheit" des Chronicle wieder herzustellen. Dabei werde man auch die Leserschaft bitten, einen höheren Einzelkopie- und Abonnementpreis in Kauf zu nehmen. "Im Vergleich zur US-Medienlandschaft geht es der heimischen Branche doch noch um einiges besser. Dies resultiert zum Teil sicher daraus, dass es in dieser Hinsicht große strukturelle Unterschiede zwischen den USA und Europa gibt", so Schopf abschließend.
(Ende)
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