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pte070430025 Tourismus/Reisen, Handel/Dienstleistungen |
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Online-Tourismus: Anhaltender Boom ohne Ende
Deutsche Tourismus-Wirtschaft 2006 mit 12,86 Mrd. Euro Umsatz
München
(pte/30.04.2007/13:55) -
Nach der jüngsten Studie des Marktforschungsinstituts Ulysses - Web-Tourismus http://www.web-tourismus.de setzt sich der Höhenflug des Online-Tourismus auch 2006 weiter fort: 12,86 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftete die deutsche Tourismuswirtschaft allein über das Internet. Die Gesamtbranche erzielte im gleichen Zeitraum 40,57 Mrd. Euro und glänzte abermals mit einem Wachstum, welches fast ausnahmslos auf den Internet-Tourismus zurückzuführen ist. Gegenüber 2005 wuchsen die erwirtschafteten Online-Umsätze um satte 36 Prozent und somit um fast genauso viel wie im Vorjahr.
"Damit präsentiert sich die Tourismuswirtschaft auch 2006 als extrem dynamischer Wirtschaftszweig und als Großverdiener im Netz", so der Experte Dominik Rossmann, Geschäftsführer von Ulysses-Web-Tourismus, im pressetext-Interview. Der Tourismus komme im Endkonsumentenbereich auf etwa ein Viertel des gesamten deutschen E-Commerce. Nach den Untersuchungen von Rossmann wurde die gute Entwicklung erneut durch den Verkauf von Flugtickets im Internet angetrieben. "Die E-Commerce-Quote im Tourismus liegt auch in diesem Jahr bei knapp 94 Prozent", erklärt Rossmann. "Somit bieten mittlerweile fast alle Unternehmen die Möglichkeit von Online-Buchungs- und Kauftransaktionen an."
Die Reiseveranstalter entwickelten sich 2006 in Bezug auf ihr Online-Wachstum überdurchschnittlich. Im Vergleich zur Gesamtbranche wuchs ihr Webumsatz um fast 54 Prozent, während der Transportsektor um 34 Prozent gegenüber 2005 zulegte. "Insgesamt ist jedoch auch weiterhin der Transportsektor die dominierende Branche im Onlinegeschäft", so Rossmann weiter. Obwohl die Fluggesellschaften und Co stets am deutlichsten unter externen Störungen wie etwa Kriegen, Krisen oder Katastrophen zu leiden haben, weisen sie trotzdem die höchsten Quoten und Umsätze aus. 2006 war die Branche für fast zwei Drittel aller erzielten Online-Umsätze im Tourismus verantwortlich. Allein die Linienflieger erzielten 2006 etwas mehr als die Hälfte aller Online-Umsätze im Transportbereich, die Billigflieger kommen auf 28,8 Prozent, der Ferienflug auf 7,9 Prozent.
Die höchsten Online-Umsatzquoten wiesen die Billig-Fluglinien auf. "Von jedem Euro erwirtschafteten sie 75 Cent über das Internet. Mit einer Online-Umsatzquote von 39,5 Prozent arbeiteten die Linienflieger am zweiterfolgreichsten und zeigten, dass sie über ein viel versprechendes Potenzial für die kommenden Jahre verfügen", so Rossmann. "Unter den Top-Fünf häufig gebuchten Online-Reiseleistungen konnten allerdings im Vergleich zu 2005 nur die Reiseversicherungen zulegen, alle übrigen mussten Einbußen hinnehmen - vor allem die Pauschal- und Last-Minute-Reise." Das zeige klar, dass weiterhin immer mehr Kunden einzelne Flug- und Hotelleistungen kombinieren und sich ihren Urlaub so selbst zusammenstellen. "Die individualisierte Pauschalreise, das so genannte Dynamic Packaging, spielte dementsprechend auch 2006 eine wichtige Rolle im Online-Geschäft."
"Der Online-Tourismus wird sich auch in den nächsten Jahren weiterhin positiv und in zweistelligen Wachstumsraten entwickeln", prognostiziert Rossmann. Allerdings verlangsame sich das Wachstum bereits. "Betrug es 2003 noch fast 64 Prozent gegenüber 2002, so waren es 2006 rund 36 Prozent gegenüber 2005." 2010 werde das Wachstum voraussichtlich bei nur noch etwa 13 Prozent liegen. "Insgesamt sieht die Tourismusbranche besseren Zeiten entgegen, solange nicht Unvorhergesehenes in der Weltpolitik für Unruhe sorgt", meint der Experte. "Während jedoch der Gesamtbranche vor allem auf Grund der hervorragenden Entwicklung des Direktvertriebs eine sonnige Zukunft winkt, steht dem klassischen Reisevertrieb, also den Reisebüros, mittelfristig Regen ins Haus. Allein in den letzten sieben Jahren verlor der klassische Reisevertrieb über 30-Prozent-Punkte an die neuen Vertriebswege, und ein Ende ist immer noch nicht in Sicht", meint Rossmann abschließend im pressetext-Interview.
(Ende)
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