Ältere Menschen verlieren mit mehr Gelassenheit
Über einen Gewinn freuen sich Alte und Junge gleich
Stanford
(pte/30.04.2007/06:00) -
Bei einem Rennen oder beim Bingo zu verlieren, dürfte für ältere Menschen kein großes Problem sein. Jene über 65 scheinen sich weniger aufzuregen als die 20-Jährigen. Über einen Gewinn freuen sich beide Altersgruppen gleich. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Stanford University http://www.stanford.edu mittels Gehirnscans gekommen. Das Team um Gregory Larkin verglich die Reaktionen von Teilnehmern über 65 mit jenen von 19 bis 27 Jahre alten Personen. Details der Studie wurden in Nature Neuroscience http://www.nature.com/neuro veröffentlicht.
Die Forscher zeigten den Teilnehmern Hinweise wie sie Geld entweder gewinnen oder verlieren konnten. Sie mussten Angaben zu ihrer Nervosität bei den jeweiligen Aussichten machen. Gleichzeitig wurde ihre Gehirnaktivität mittels funktioneller Magnet-Resonanz-Tomographie (fMRI) überwacht. Bei den Berichten und den Scans zeigten die jüngeren Erwachsenen mehr Aktivität in der Inselrinde und der Caudate - Bereichen des Gehirns, die mit der Verarbeitung von Emotionen in Zusammenhang stehen - wenn ein Scheitern zu erwarten war.
Benedetto de Martino vom University College London http://www.ucl.ac.uk kommentierte die Studienergebnisse dahingehend, dass das Erleben von weniger negativen Gefühlen das Wohlbefinden steigern könnte. Er geht laut New Scientist davon aus, dass dadurch die Entscheidungsfindung bei älteren Menschen beeinflusst sein dürfte. "Wenn ältere Menschen weniger negative Gefühle erfahren, bedeutet das, dass sie mit einem Verlust anders umgehen."
(Ende)
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