Langzeit-Gedächtnis entwickelt sich im Tiefschlaf
Gehirnzellen verbinden sich in Schlafphasen und werden im Wachzustand aktiviert
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San Diego/Kalifornien
(pte/14.11.2000/16:08) -
Forscher des Salk Instituts http://www.salk.edu gehen davon aus, dass Menschen und Tiere schlafen, um sich zu erinnern. Die Wissenschaftler entnahmen schlafenden Katzen Gewebeproben des Gehirns und untersuchten Millionen Zellen gleichzeitig. Diese sollen im Gehirn das Schlüsselelement zur Entwicklung des Langzeit-Gedächtnisses sein, indem sich die Gehirnzellen im Tiefschlaf verbinden. Schlaf soll somit für die Speicherung und die Erhaltung des Langzeit-Gedächtnisses entscheidend sein.
Während Forscher bisher davon ausgingen, dass sich in einer ruhigen Schlafphase im Gehirn nichts Besonderes ereigne, werden in dieser Phase Signale von einer Zelle zur anderen transportiert. Diese Zellen sind für die Bildung von neuen Erinnerungen verantwortlich. Die bereits seit Jahren bekannten Signale sollen es Zellen in vielen Teilen des Gehirns ermöglichen, nachhaltige Verbindungen zu bilden. Werden diese Zellen im wachen Zustand stimuliert, kommt es zur Aktivierung der Verbindungen und das gesamte Gedächtnis wird abgerufen.
Bisher gingen die Forscher davon aus, dass sich in einer bestimmten Schlafphase, der REM (Rapid Eye Movement)- Phase, Erinnerungen bilden. Hier wäre das Gehirn besonders aktiv. Dies, so die Forscher, könne nicht der Fall sein. Menschen, die Antidepressiva einnehmen, hätten, obwohl diese Substanzen die REM-Phase ausschalten, ein gutes Gedächtnis.
(Ende)
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